Die Herausforderung

SighealthhazardKrebs ist die weltweit führende Todesursache und nahm allein im Jahr 2007 schätzungsweise 7,9 Millionen Menschen das Leben. Experten erwarten, dass sich diese Zahl bis zum Jahre 2030 verdoppeln wird.1 Der unsachgemäße Umgang mit gefährlichen Arzneimitteln zur Behandlung vieler Krebserkrankungen wurde seit den 70er Jahren als eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit der Arbeitnehmer anerkannt . Die Toxizität von gefährlichen Arzneimitteln und die Gefahren einer längeren Exposition sind nachweislich für Haarausfall, Hautausschlag, Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten, Missbildungen und sogar Leukämie oder andere Formen von Krebs bei Beschäftigten im Gesundheitswesen verantwortlich.2,3,4,5 Studien haben gezeigt, dass Arbeitnehmer diesem Risiko im gesamten Lebenszyklus dieser Arzneimittel ausgesetzt sind: von der Herstellung und Verteilung, bei Verwendung in Kliniken oder privaten Haushalten, bis hin zur Beseitigung von Abfällen. Arbeitnehmer im Gesundheitswesen können während der Handhabung dieser Arzneimittel Aerosole oder Dämpfe einatmen, die während der pharmazeutischen Zubereitung oder Verabreichung auftreten, oder den Toxinen bei Nadelstichverletzungen, beim Verschütten oder beim Auslaufen durch direkten Kontakt mit der Haut ausgesetzt werden.

Milderung

Der grundlegende arbeitsmedizinische Ansatz zur Minimierung von Gefahren am Arbeitsplatz ist eine Hierarchie der Kontrollmethoden, einschließlich der Beseitigung oder Substitution von Gefahren, technischer und administrativer Kontrollen sowie persönlicher Schutzausrüstung (PSA). Die gegenwärtigen Richtlinien für die sichere Handhabung gefährlicher Arzneimittel von NIOSH, ASHP und ONS basieren auf diesen Sicherheitsgrundsätzen. 

Die Verfahren zur Zubereitung von Arzneimitteln können von einer Institution zur nächsten variieren. An einigen Orten werden biologische Sicherheitswerkbänke (BSCs) der Klasse II oder Klasse III zur Zubereitung gefährlicher Arzneimittel genutzt, während andere Isolatoren einsetzen.6 Die Zubereitung von Arzneimitteln sollte in einer ordentlichen und ordnungsgemäß gereinigten und kontrollierten Umgebung für ausschließlich berechtigtes Personal unter Berücksichtigung aller PPE-Empfehlungen erfolgen. 

Onco -safety -mit -circle

Detaillierte Richtlinien für die Verabreichung von gefährlichen Arzneimitteln sind von der Oncology Nursing Society (ONS) entwickelt worden und betonen die Wichtigkeit von PPE für die durchzuführenden Aufgaben, den Gebrauch von nadellosen Systemen soweit möglich und den Gebrauch von intravenösen Schlauchsystemen, von Pharmazeuten oder direkt am Patienten mit einer.7 

Innerhalb einer Einrichtung sollten gefährliche Arzneimittel so verpackt und transportiert werden, dass jeglicher Schaden und die anschließende Kontamination der Umwelt und des Arzneimittels selbst sowie die Gefährdung aller Personen, die mit der Handhabung und Beförderung dieser Arzneimittel beauftragt sind, vermieden werden können. Schützende Behälter sollten aus Formschaum oder einem Schwammartigen Material bestehen, damit die Medikamente darin sicher gelagert werden können. Die Behälter sollten auch gekennzeichnet werden, damit der Inhalt als gefährlich erkenntlich ist und eingestuft werden kann, welchen Licht- und Temperaturbedingungen die Arzneimittel ausgesetzt werden dürfen.8 

Sich für die Schutzmaßnahmen vor gefährlichen Arzneimitteln nur auf BSCs und PPE zu verlassen, kann ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln. Andere Faktoren, die zur Kontamination des Umfelds führen, umfassen nicht gemeldete oder ungenügend gesäuberte Verschüttungen sowie Transport und Lagerung von kontaminierten Gegenständen.

Geschlossene Transfersysteme

Der Gebrauch eines geschlossenen Transfersystems (CSTD) in Verbindung mit anderen Sicherheitsmaßnahmen wie etwa Handschuhen, Kleidung, Masken und belüfteten Kappen, die während der Zubereitung getragen werden, stellen bewährte Möglichkeiten dar, den Sicherheitsstandard während der Zubereitung, des Transports, der Verabreichung und der Entsorgung von gefährlichen Arzneimitteln zu heben. CSTD ist der Oberbegriff für ein Gerät, das das Entweichen von Stoffen wie Dämpfen, Flüssigkeiten oder Pulvern aus Ampulle, Fläschchen oder Beutel nicht zulässt und so einen komplett sicheren Handlungsprozess garantiert. NIOSH und das Allgemeine Kapitel 797 der United States Pharmacopeia (USP) empfehlen die Verwendung von CSTD, um die beruflich bedingten Expositionen gegenüber gefährlichen Arzneimitteln zu minimieren.9,10 NIOSH definiert ein geschlossenes System, welches die Übertragung von Umweltschadstoffen in das System und das Entweichen von Arzneimitteln oder Dämpfen aus dem System mechanisch verhindert.

Increase -safety

Mehrere Studien belegen die Wirksamkeit der CSTDs bei der Verringerung der Kontamination von Oberflächen, des Ausströmens von Dämpfen und Gasen sowie der Exposition von Arbeitnehmern im Gesundheitswesen gegenüber diesen Luftverunreinigungen.11,12

Eine Studie von 22 US - Krankenhausapotheken vergleicht die Oberflächenkontamination von Einrichtungen, deren Arzneimittelzubereitung auf Standardtechniken basieren, mit denjenigen, die CSTDs verwenden. Die Studie kam zu dem Schluss, dass durch Verwendung von CSTDs eine wesentliche Verringerung der Kontamination aller getesteten Arzneimitel - Cyclophosphamid, Ifosfamid und 5-Fluorouracil - um 95%, 90% und 65% festzustellen sei.13

Bei der Bewertung der CSTDs müssen Kliniker und Einrichtungen des Gesundheitswesens mehrere Faktoren berücksichtigen, um zu bestimmen, welches System das Richtige für sie ist. Wie oben erwähnt haben die Studien klar gezeigt, dass mit einem CSTD die Sicherheit derjenigen erhöht wird, die mit der Handhabung gefährlicher Arzneimittel beauftragt sind. Und während diese Systeme einen erhöhten Schutz für alle Personen bieten, die in den sicheren Handhabungsprozess - von Zubereitung und Transport über Verabreichung bis hin zur Entsorgung - eingebunden sind, so befindet sich diese Technologie noch in der Entwicklungsphase und kein kommerziell erhältliches CSTD kann zu diesem Zeitpunkt trotz seiner Fähigkeit, das Risiko wesentlich zu verringern, eine 100%ige Beseitigung des Expositionsrisikos gegenüber gefährlichen Arzneimitteln garantieren.

Unsere Lösung

ChemoClave® Geschlossenes Transfersystem

Als Reaktion auf die gut dokumentierten Risiken im Umgang mit gefährlichen Arzneimitteln hat ICU Medical das geschlossene Transfersystem (CSTD) ChemoClave entwickelt - das weltweit einzige nadelfreie geschlosseneTransfersystem für die sichere Handhabung gefährlicher Arzneimittel.

Chemo ClaveChemoClave CSTDs enthalten die nadelfreie Genie® CSTD-Ampullen-Zugangsvorrichtung, die mit einem internen Ballon ausgestattet ist, der beim Extrahieren gefährlicher Arzneimittel aus Fläschchen den Druck automatisch ausgleicht, eine Auswahl von nadelfreien Beuteldornen sowie primäre Anschluss- und Administrationssets, die mit dem männlichen Spiros® CSTD Luer-Anschluss ausgestattet sind. Spiros kann an einer Spritze oder am Ende eines IV-Infusionssystems konnektiert werden und schließt nach Dekonnektion des Systems automatisch ab, um so die Intaktheit des IV-Flüssigkeitsbehälters zu gewährleisten. Der Spiros kann ebenfalls auf den mit dem Genie verbundenen nadellosen Clave® Anschluss zugreifen.

Preparation - ChemoClave

Sichere Zubereitung

ChemoClave CSTD hält während der Zubereitung von gefährlichen Arzneimitteln ein nadelfreies, mechanisch und mikrobiologisch geschlossenes System aufrecht, das Ihnen dabei helfen soll, die empfohlenen Richtlinien einzuhalten.

Transport - ChemoClave

Sicherer Transport

Durch die Aufrechterhaltung eines geschlossenen Systems trägt das ChemoClave CSTD dazu bei, das Entweichen und Verschütten von gefährlichen Arzneimitteln während des Transports von der Apotheke zum Pflegepersonal zu vermeiden.

 

Administration - ChemoClave

Sichere Verabreichung

ChemoClave CSTD erhöht die Sicherheit für Sie und Ihre Patienten, indem ein versehentliches Trennen vom System verhindert und die Exposition gegenüber Medikamenten minimiert wird, ohne die Standardpflegeprotokolle ändern zu müssen.

Disposal - ChemoClave

Sichere Entsorgung

ChemoClave CSTD bleibt auf dem gesamten Weg bis zur Abfallentsorgung mechanisch und mikrobiologisch geschlossen, um eine mögliche Exposition gegenüber Medikamenten für Sie oder die Umwelt zu eliminieren.

Klinische und operative Vorteile

ChemoClave CSTD ist ein intuitives, einfach zu bedienendes, nadelfreies System, das vom Krankenhauspersonal bevorzugt verwendet wird und die Richtlinien der NIOSH und der ASHP erfüllt. Eine Studie zum Vergleich von PhaSeal- und ChemoClave-Systemen ergab, dass Arbeitspraktiken und Verfahren bezüglich der Produkthandhabung unter Nutzung des PhaSeals eine wichtige Rolle für den Auffang gefährlicher Arzneimittel und die Nadelsicherheit spielen, nicht aber unter Nutzung des ChemoClave CSTD, der weniger Arbeitsschritte benötigt und nadellos ist.14 In einem früheren Bericht, der die gleichen beiden CSTDs direkt miteinander vergleicht, hatten die Autoren abschließend festgestellt, dass es keinen Unterschied zwischen der Wirksamkeit beider Systeme in der Kontrolle äußerlicher Verunreinigungen gäbe.15

In einem Magazin über onkologische Praktiken von Pharmazeuten vom März 2011 kamen die Autoren eines Artikels to zu dem folgenden Ergebnis: "Wenn beide der auf dem Markt erhältlichen geschlossenen Systeme tatsächlich die gleiche Effektivität aufweisen, kommt es bei der Entscheidung für eines dieser Systeme auf den Preis und die Benutzerfreundlichkeit an". Zusätzlich drängt der Leitartikel Krankenhäuser dazu, sich zu vergewissern, ob das von ihnen genutzte CSTD "fähig ist, die sichere Handhabung von gefährlichen Arzneimitteln von der Rekonstitution bis zur Verabreichung zu gewährleisten".16 Zu diesem Zweck hat eine neue Studie sämtliche kommerziell erhältlichen CSTDs verglichen und festgestellt, dass ChemoClave Krankenhäusern eine erhebliche Kostenersparnis sowie die höchsten Benutzerfreundlichkeit bieten kann und die Sicherheitserwartungen eines funktionsübergreifenden Bewertungsteams aus Pharmazeuten, Krankenhauspersonal und Wertanalyseexperten erfüllt.17

Referenzen

  1. World Health organization (WHO). http://www.who.int/features/qa/15/en/index.html (accessed august 2009).
  2. Connor TH, McDiarmid MA. Preventing occupational exposures to antineoplastic drugs in health care settings. CA Cancer J Clin 2006; 56: 354-365.
  3. National Institute for Occupational Safety and Health. NIOSH Alert: preventing occupational exposures to antineoplastic and other hazardous drugs in the health care setting. Centers for Disease Control and Prevention, National Institute for Occupation Safety and Health, DHHS (NIOSH) Publication No. 2004-165. Washington, DC: U.S. Department of Health and Human Services.
  4. Valanis B, Vollmer WM, Steele P. Occupational exposure to antineoplastic agents: self-reported miscarriages and stillbirths among nurses and pharmacists. Journal of Occupational and Environmental Medicine: 41(8) August 1999;632-638.
  5. Skov T, Maarrup B, Olsen J et al. Leukaemia and reproductive outcome among nurses handling antineoplastic drugs. British J of Industrial Medicine 1992; 49:855-861.
  6. National Institute for Occupational Safety and Health. NIOSH alert: preventing occupational exposures to antineoplastic and other hazardous drugs in the health care setting. Centers for Disease Control and Prevention, national institute for occupation Safety and Health, DHHS (NIOSH) Publication no. 2004-165. Washington, DC: U.S. Department of Health and Human Services.
  7. Polovoch M, White JM, Kelleher LO, eds. Chemotherapy and biotherapy guidelines and recommendations for practice. Pittsburgh, Pa. oncology nurses Society; 2005.
  8. International Society of Oncology Pharmacy Practicioners Standards Committee. ISOPP standards of practice. Section 2 - Transport of cytotoxics.  J oncol Pharm Pract. 2007; 13 Suppl:1-81. 
  9. American Society of Hospital Pharmacists. ASHP technical assistance bulletin on handling cytotoxic and hazardous drugs. am J Hosp Pharm 1990; 47:1033-1049.
  10. The United States Pharmacopial Convention. USP<797> Guidebook to pharmaceutical compounding - sterile preparations. in: The United States Pharmacopial Convention, Rockville, MD, 2008.
  11. Harrison BR, Peters BG, Bing MR. Comparison of surface contamination with cyclophosphamide and fluorouracil using a closed-system drug transfer device versus standard preparation techniques. Am J Health-Syst Phar 2006; 63: 1736-1744.
  12. Sessink PJM, Rolf ME, Ryden NS. Evaluation of the PhaSeal Hazardous Drug Containment System. Hosp Pharm 1999; 34:1311-1317.
  13. Sessink PJ, Connor TH, Jorgenson JA, Tyler TG. Reduction in surface contamination with antineoplastic drugs in 22 hospital pharmacies in the US following implementation of a closed-system drug transfer device. J oncol Pharm Practice. 2011 Mar; 17(1):39-48.Epub 2010 feb 15.
  14. Zock M, Soefje S, Rickabaugh K. Evaluation of surface contamination with cyclophosphamide following simulated hazardous drug preparation activities using two closed-system products. J oncol Pharm Practice, august 12, 2010.
  15. Ledford a, Maliakal P, Rogers Tl, Mackey M. Evaluation of two closed system transfer devices in an outpatient community cancer centre. Poster 144. in: American College of Clinical Pharmacy annual meeting, Orlando, FL, October 2009.
  16. Davis J, Mclauchlan R, Connor TH. Exposure to hazardous drugs in Healthcare: an issue that will not go away. J Oncol Pharm Pract 2011 17: 9.
  17. Saria M et al. The Cost of Safety: Closed System Transfer Devices, abstract accepted at the International Forum on Quality & Safety in Healthcare, april 2011, Amsterdam NL.